Wie Sie nach einer Pause Ihre Gewohnheiten wieder aufnehmen
Ein Urlaub oder eine Krankheit kann uns aus dem Tritt bringen. So finden Sie sanft und ohne Druck zu Ihren gesunden Alltagsgewohnheiten zurück.

Manchmal kommt das Leben einfach dazwischen. Eine hartnäckige Erkältung fesselt Sie tagelang ans Bett. Ein eigentlich wunderschöner Urlaub wirbelt Ihren gesamten mühsam aufgebauten Tagesablauf völlig durcheinander. Oft reicht auch schon eine stressige Woche auf der Arbeit aus, um alle guten Vorsätze über Bord zu werfen. Plötzlich ist das tägliche spazieren gehen nach dem Abendessen komplett vergessen. Das schnelle Brötchen vom Bäcker auf dem Weg ins Büro ersetzt die liebevoll geplante Mahlzeit. Das ist völlig normal und absolut kein Weltuntergang. Es passiert uns allen. Wir müssen nur schauen, wie wir den Faden in Ruhe und ohne jede Eile wieder aufnehmen.
Der erste Schritt ist immer der leichteste
Oft glauben wir, wir müssten am ersten Tag nach einer Pause sofort wieder bei vollen hundert Prozent einsteigen. Das baut enormen Druck auf. Wenn Sie zwei Wochen lang keinen Sport gemacht haben, ist eine volle Stunde im Fitnessstudio am ersten Tag vielleicht einfach zu viel. Ihr Körper muss sich erst wieder an die Bewegung gewöhnen.
Fangen Sie stattdessen ganz klein an. Trinken Sie zu Ihrer nächsten Mahlzeit einfach ein großes Glas Wasser extra. Das reicht völlig. Es geht jetzt nicht um sportliche Meisterleistungen oder riesige Veränderungen. Es geht nur darum, Ihrem Körper ein sanftes Signal zu senden, dass Sie wieder auf sich achten. Diese winzigen Taten addieren sich im Laufe der Zeit zu einer stabilen Gewohnheit auf.
- Ein Glas Wasser extra zum Mittagessen
- Fünf Minuten spazieren gehen nach dem Abendessen
Vergessen Sie das Gefühl von ganz oder gar nicht
Wenn wir unsere Routine einmal verlassen haben, flüstert uns eine kleine Stimme oft ein, dass jetzt sowieso alles egal sei. Wir warten auf den magischen Montag oder den Ersten des Monats, um wieder richtig anzufangen. Sie wissen wahrscheinlich aus Erfahrung, dass dieser besagte Montag fast nie wirklich kommt. Das ständige Warten auf den richtigen Moment kostet nur unnötig Kraft.
Jeder Tag bietet unzählige Momente für eine gute Entscheidung. Sie können an einem ganz normalen Mittwochnachmittag um halb vier beschließen, eine kurze Runde um den Block gehen. Sie brauchen dafür keinen komplett leeren Terminkalender. Ein ganz normaler, unaufgeräumter Tag reicht völlig aus, um etwas Gutes für sich selbst zu tun.
Schauen Sie auf das, was schon klappt
Man übersieht sehr leicht die vielen Dinge, die auch während einer längeren Pause richtig gut gelaufen sind. Vielleicht haben Sie im Urlaub abends mehr Wein getrunken als sonst. Dafür waren Sie aber viel an der frischen Luft und haben sich beim Schwimmen im Meer wunderbar entspannt.
Wenn Sie in letzter Zeit krank waren, hat Ihr Körper enorm viel geleistet, um wieder gesund zu werden. Er hat hart gearbeitet. Das verdient großen Respekt. Schreiben Sie sich auf, was gerade gut läuft, auch wenn es winzig erscheint. Vielleicht passen Sie wieder in einen Pullover, der lange zu eng war. Das gibt Mut für die nächsten kleinen Schritte in Ihrem Alltag.
Ein kleiner Plan für den morgigen Tag
Ein ganzer Berg an guten Vorsätzen lähmt uns meistens nur. Suchen Sie sich stattdessen für den kommenden Tag genau eine einzige Sache aus, die Sie verändern möchten. Konzentrieren Sie sich voll und ganz auf diese eine kleine Aufgabe.
Richten Sie sich vielleicht am Vorabend schon eine nahrhafte Mahlzeit für den Start in den Tag her. Oder legen Sie Ihre bequemen Schuhe gut sichtbar an die Tür, um direkt nach der Arbeit kurz an die frische Luft zu gehen. Wenn diese eine Sache geklappt hat, dürfen Sie wirklich stolz auf sich sein. Feiern Sie diesen Moment.
Begleiterscheinungen immer ärztlich abklären
Manchmal fällt der Neustart in den Alltag besonders schwer, weil der Körper nach einer Erkrankung noch immer ein wenig streikt. Oder Sie spüren unter Ihrer Medikation plötzliche Veränderungen, die Sie verunsichern. Es ist nicht immer leicht, die Signale des eigenen Körpers richtig einzuordnen, besonders wenn man gerade erst wieder eine Routine aufbaut.
Bitte zögern Sie nicht, bei solchen Unsicherheiten Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren Arzt direkt anzusprechen. Wir können in unserem Alltag unglaublich viel über unsere Gewohnheiten, unsere Bewegung und unsere Mahlzeiten steuern. Die medizinischen Fragen und die genaue Dosierung Ihrer Medikamente gehören aber immer in die vertrauensvollen Hände der medizinischen Fachleute.